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Home Neuigkeiten Wasserball 07.08. - 20.08.2017 Tagebuch: Masters WM in Budapest

07.08. - 20.08.2017 Tagebuch: Masters WM in Budapest

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Am Freitag 04.08. war es wieder soweit. Dieter Höfel, meine Frau und ich, Jürgen Braas starteten vom Flughafen Zürich nach Budapest.

Dieter hatte am Montag noch frei und hat sich auf sein Schwimmen am Dienstag vorbereitet. Sein Mannschaftskollege aus der 70+ Mannschaft Jochen Hintze absolvierte an diesem Tag noch den Wettkampf über 800 m Freistil in der Altersklasse 75 und gewann die Silbermedaille. Nach seiner Goldmedaille im Freiwasser und der Bronzemedaille im Wasserball fährt er mit einem kompletten Medaillensatz wieder nach Hause.

 

 

 

Vor der WM

Am Freitag 04.08. war es wieder soweit. Dieter Höfel, meine Frau und ich, Jürgen Braas starteten vom Flughafen Zürich nach Budapest. Eine Woche nach Ende der "normalen" WM beginnt am 07.08. die Masters WM, bei der wir im Wasserball für den SV Cannstatt starten. Ich in der Altersklasse 65+, Dieter bei den über 70jährigen. Er wird dann auch noch anschließend seinen Titel über 100 m Brust verteidigen.  Als dritter Masters aus Konstanz wird in der nächsten Woche dann noch Michael Kleiber dazu kommen, der zunächst im Plattensee am Freiwasserschwimmen teilnimmt und dann für die 800 und 400 m Freistil nach Budapest kommt.
Beim Ausstieg aus dem Flugzeug empfing uns der Sommer mit 38° und bis Sonntag soll es so bleiben. Da waren die beiden ersten Trainingseinheiten am Samstag eine kleine Abkühlung. Dazu ging es auf die Margaretheninsel ins Alfred Hajos Bad. Vor einer Woche endete das Wasserballturnier der WM hier mit dem Endspiel zwischen Ungarn und Kroatien. Vor 7000 Zuschauern konnten die Ungarn ihren Heimvorteil nicht nutzen und mussten den Kroaten die Goldmedaille überlassen.
Für die Masters WM sind jetzt 6 Spielfelder hier eingerichtet, damit die 120 gemeldeten Mannschaften an den 7 Wettkampftagen ihre Spiele absolvieren können. Am Hauptbecken (siehe Bild) steht auch noch die große Gegentribüne, da in der AK 40 eine ungarische Mannschaft, die aus den Olympiasiegern von 2000 in Sydney besteht, am Start ist und bei deren Spielen mit vielen Zuschauern gerechnet wird.
Für Dieter geht es dann am Montag mit dem Spiel gegen die H2Oldies aus den USA los. Ich kann am Montag noch unsere 4 Gegner beobachten, da wir spielfrei haben.

Tag 1

Die Trainingseinheit am Sonntagnachmittag mussten wir aufgrund eines aufziehenden Gewitters abbrechen. Danach verbrachten wir über eine Stunde auf der überdachten Tribüne, um das Gewitter mit Starkregen abzuwarten. Bei nachlassendem Regen machten wir uns auf den Weg ins Hotel, aber unterwegs wurden wir dann doch noch recht nass.
Um 16:00 Uhr am Montag ging es für Dieter ins erste Spiel. Gegner waren die H2Oldies aus den USA. Nach etwas verhaltenem Beginn gingen unsere 70+ Spieler in Führung. Die Amerikaner konnten zweimal zum Zwischenstand von 2:2 nach dem 1. Viertel ausgleichen. Dieter konnte dann zu Beginn des 2. Viertels trotz seiner hauptsächlich defensiven Aufgaben als Centerverteidiger den Führungstreffer zum 3:2 erzielen. Danach liefen die Angriffe erfolgreicher und die beiden nächsten Viertel wurden mit jeweils 3:1 gewonnen. Nach dem ausgeglichenen letzten Spielabschnitt, der 1:1 endete, stand der 9:5 Sieg im Auftaktspiel fest.
Morgen früh geht es dann für Dieter um 8:00 Uhr gegen die Australier aus Perth weiter und für mich beginnt das Turnier am Nachmittag gegen die Italiener aus Bogliasco.

 

Tag 2

Bei strahlend blauem Himmel musste Dieter am Morgen um 8:00 Uhr ins Wasser, um gegen die Australier aus Perth anzutreten. Es entwickelte sich im 1. Viertel ein enges Spiel, das zur erten Pause 1:1 stand. Im zweiten Viertel gelang es den Spielern von Down Under ihre Angriffe erfolgreicher abzuschliessen und sie gingen mit einer 4:2 Führung in die Halbzeitpause. Im 3. Spielabschnitt konnte Dieter dann den Anschlußtreffer erzielen und mit zwei weiteren Treffern für unsere Mannschaft und einem Gegentreffer stand es vor Beginn des letzten Viertels 5:5. Leider gelang es dann nur noch den Australiern ein Tor zu erzielen so dass am Ende eine knappe 5:6 Niederlage auf der Anzeigetafel stand.
Am Nachmittag hatten wir 65er dann unser erstes Spiel in der ehrwürdigen Alfred Hajos Schwimmhalle gegen Bogliasco. Unser Gegner, der schon einen Sieg errungen hat, machte uns die Aufgabe nicht leicht, und so stand es nach dem 1. Viertel 2:2. Im weiteren Spielverlauf hatten es beide Angriffsreihen schwer und so stand es vor dem letzten Spielabschnitt 3:3. Die Italiener konnten zwar noch mal in Führung gehen aber uns gelang noch der verdiente Ausgleich zum 4:4 Endstand.
Am Abend haben wir uns dann noch die Hälfte des Spiels der Millenium Mannschaft aus Ungarn ( Das Team mit den Olympiasiegern von Sydney) gegen Italiener aus Mailand angesehen. Die Zuschauerränge waren voll (siehe Bild), das Spiel wurde im Fernsehen gezeigt und die Italiener hatten keine Chance. Beim Halbzeitstand von 12:2 haben wir uns dann zum Essen bei einem netten Italiener aufgemacht.
Es werden alle Spiele (6 Spielfelder parallel) im Livestream im Internet gezeigt. Wer uns also mal sehen will, sollte auf die Seite https://masters.fina-budapest2017.com gehen.

 

 

Tag 3

Auch am Mittwoch herrschten wieder hochsommerliche Temperaturen von über 30°. Da unsere beiden Spiele parallel um 16:00 Uhr angesetzt waren, konnten wir den Vormittag für einen kurzen Bummel zum Parlament nutzen. Das Bild zeigt das imposante Gebäude, wie wir es jedesmal sehen, wenn wir vom Bad aud der Margaretheninsel Richtung Hotel fahren oder gehen. Doch nun zu den beiden Spielen.
Dieter musste mit der AK 70 gegen unseren Dauergegner Poseidon Hamburg ran. Die Hansestädter konnten zunächst eine Überzahl nutzen und 1:0 in Führung gehen. Im 2.Viertel fiel dann endlich der Ausgleich und 6 Sekunden vor der Halbzeit konnte Dieter eine Überzahl nutzen und die Führung erzielen.
Zu Beginn des 3. Viertels konnte Dieter dann das 3:1 schiessen und der Bann war gebrochen. Mit weiteren drei Toren bei einem Gegentor gab es einen beruhigenden 6:2 Zwischenstand vor dem letzten Spielabschnitt. Aber auch da hatten unsere "Alten" noch nicht genug und erzielten noch drei Tore und mussten nur einen Gegentreffer zulassen und so gab es einen klaren 9:3 Erfolg.
In meinem Spiel der AK 65 gegen die Slowaken aus Piestany lief es leider nicht so gut. Wir standen in der ersten Spielhälfte recht gut in der Abwehr und haben jeweils nur ein Tor pro Viertel zugelassen, aber unsere Angriffsbemühungen waren leider nicht von Erfolg gekrönt und so wurden die Seiten mit einem 0:2 Rückstand gewechselt.
Nach einem weiteren Gegentor konnten wir endlich unseren ersten Treffer zum 1:3 erzielen, mussten aber dann noch zwei Tore zum 1:5 im dritten Viertel hinnehmen. Im letzten Spielabschnitt wurden unsere Angriffsaktionen zumindest durch zwei 5 Meter Strafwürfe belohnt, die beide sicher verwandelt wurden. Aber unser Gegner kam zu weiteren Konterchancen und erzielte noch 4 Tore zum 3:9 Endstand. Ich hoffe, dass es am Donnerstag gegen die bisher ungeschlagene Mannschaft aus Estland besser läuft.

 

Tag 4

In Budapest herrscht weiterhin Sommer mit Temperaturen von 35° bei strahlend blauem Himmel. Die autofreie Margaretheninsel ist für die Budapester eine grüne Lunge mitten in der Stadt. Neben dem Alfred Hajos Sportbad, in dem wir spielen gibt es noch ein großes Freibad und ein Thermalbad auf der Insel und viel Rasen und Bäume. Am südlichen Eingang zur Insel gibt es den angeblich größten Springbrunnen Ungarns (Bild), der zur vollen Stunde synchron zu Musik ( Klassik und Pop ) seine Fontänen tanzen lässt.
Im heutigen Spiel der AK 70 mussten wir auf Jochen Hintze verzichten, der im Plattensee am Freiwasserschwimmen teilnahm und mit der Goldmedaille in der AK 75 am Abend wieder in Budapest eintraf. Gegner war die Blue Thunder Mannschaft, die als prominentesten Mitspieler Zoltan Kasas, Mitglied der ungarischen Mannschaft bei der Olympiade 1972 in München, verpflichtet haben. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, bei dem die jeweiligen Führungen immer nur einTor betrugen. So war das 5:5 am Ende ein gerechtes Ergebnis. Morgen hat unsere Mannschaft frei, ehe sie dann am Samstag gegen den gleichen Gegner nochmal spielen, dann aber im Halbfinale.
Wir 65er hatten es mit der bisher ungeschlagenen Mannschaft Kalevi Ujumiskol aus Estland zu tun, bei der auch einige ehemalige russische Nationalspieler im Einsatz sind. Mit der körperbetonten Spielweise, die insbesondere unser Center zu spüren bekam, hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Unsere Rückraumschützen kamen bei der agressiven Deckung oft nicht nah genug ans Tor, so dass der gegnerische Torwart relativ leichtes Spiel hatte. So lagen wir zur Halbzeit leider schon 1:4 zurück. Die zweite Spielhälfte konnten wir dann zwar einigermassen ausgeglichen gestalten, aber am Schluss war die Niederlage mit 2:6 doch deutlich. Morgen müssen wir dann unsere Chnace gegen die noch sieglosen Amerikaner nutzen, um die Überkreuzspiele mit der zweiten Gruppe zu erreichen.

 

Tag 5

Am heutigen Freitag, der einen weiteren heissen Sommertag brachte, ging es für mich und die AK 65 Mannschaft um das Weiterkommen in die Überkreuzspiele. In unserer Altersklasse sind die 9 teilnehmenden Mannschaften in zwei Gruppen mit 4 bzw. 5 Teams eingeteilt worden. Wir spielen in der 5er Gruppe und als 5. Ist das Turnier dann mit dem 9. Platz zu Ende. In der Schwimmhalle mussten wir gegen die Santa Barbara Masters aus Kalifornien antreten. Das Spiel begann sehr ausgeglichen mit ein paar Vorteilen für die Amerikaner, sie erhielten z.B. einen Fünfmeter zugesprochen, den unser Torwart aber abwehren konnte. So endete das erste Viertel 0:0. Im zweiten Spielabschnitt mussten wir dann zwei Gegentreffer hinnehmen und unsere eigenen Angriffsversuche blieben immer wieder in der gegnerischen Abwehr hängen. Nach der Halbzeitpause klappte dann wenigstens die Abwehr wieder besser und das dritte Viertel endete mit 0:0. In den letzten 6 Minuten versuchten wir mit allen Mitteln noch wenigstens ein Unentschieden zu erreichen, das uns weiter gebracht hätte. Aber es war wie verhext. Von uns landete kein Ball im Tor und der Gegner schoss noch zwei, so dass wir mit der 0:4 Niederlage und nur einem Punktden 5. Platz in der Gruppe belegen und nun leider am Wochenende zuschauen müssen. Wir werden aber morgen um 18:00 Uhr Dieter und die AK 70 Mannschaft im Halbfinale anfeuern und die Daheimgebliebenen können das im Livestream auch. Sowohl das Finale als auch das Spiel um Platz 3 bei der AK 70 findet dann am Sonntag, 13.08.2017 um 9:00 Uhr statt.

Beim Freiwasserschwimmen war heute dann noch Michael Kleiber für Sparta Konstanz im Einsatz.  Leider hat er die Bronzemedaille um eine Zehntelsekunde gegen Michael Prüfert aus Dortmund verpasst und musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen, der aber bei den 88 in seiner Altersklasse gestarteten Konkurrenten ein sehr respektables Ergebnis ist.

 

Tag 6

Am Samstag machte das ganz heiße Wetter eine Pause und bei angenehmen Temperaturen machten meine Frau und ich eine kurze Donaufahrt von der Insel zur neuen Duna Arena. In der imposanten Arena sahen wir uns das Synchronspringen der Männer vom 3 m Brett an.
Um 18:00 Uhr trat Dieter dann mit der AK 70 Mannschaft gegen die Blue Thunder an. Der Spielbeginn lief für unsere Mannschaft ideal. Mitte des 2. Viertels führte sie mit 5:1 und die Endspielteilnahme schien sicher. Dann ließ aber die Konzentration nach und die Schiedsrichter trugen mit 6 zu 1 Hinausstellungen gegen uns auch nicht zur Beruhigung bei. So stand es nach der regulären Spielzeit 7:7 und es ging ins Fünfmeterschiessen. Leider erzielten dabei nur Dieter und Anreas Ördög von unserer Mannschaft ein Tor und so unterlagen sie trotz zwei durch unseren Torwart gehaltenen Strafwürfe mit 9:10.

Da die Hamburger in ihrem Halbfinale gegen die Australier aus Perth knapp mit 2:3 verloren haben,kam es am Sonntagmorgen um 8:00 Uhr zum rein deutschen Spiel gegen Poseidon Hamburg um Platz 3. Das erste Viertel begann von beiden Seiten verhalten, aber nach 4 Minuten Spielzeit ging unsere Mannschaft mit 1:0 in Führung. Nachdem kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts das 2:0 gefallen war, konnten die Hamburger den Anschlußtreffer erzielen. Dann aber liefen die Angriffe unserer "Oldies" immer besser und zur Halbzeit stand es 5:1. Im weiteren Spielverlauf kamen die Hansestädter mit ihren Angriffen nicht mehr zum Erfolg, während unsere Mannschaft noch 5 Tore zum souveränen 10:1 Sieg erzielen konnte.
Bei der anschließenden Siegerehrung konnten sie dann die Bronzemedaille in Empfang nehmen. Die Goldmedaille ging an die Perth Cockatoos und Silber an das Team Blue Thunder.

Am Montag wird dann Michael Kleiber über die 800 m Freistil starten. Dieter hat einen Tag Pause und will am Dienstag seinen Titel über 100 m Brust verteidigen.

 

Abschluss

Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Dieter sind meine Frau und ich dann am Montag wieder nach Hause gereist. Dieter hatte am Montag noch frei und hat sich auf sein Schwimmen am Dienstag vorbereitet. Sein Mannschaftskollege aus der 70+ Mannschaft Jochen Hintze absolvierte an diesem Tag noch den Wettkampf über 800 m Freistil in der Altersklasse 75 und gewann die Silbermedaille. Nach seiner Goldmedaille im Freiwasser und der Bronzemedaille im Wasserball fährt er mit einem kompletten Medaillensatz wieder nach Hause.
Am Dienstag war dann nach dem Meldeergebnis über die 100 m Brust der Wiener Josef Kosci der Schwimmer, der Dieter – immerhin Titelverteidiger und Inhaber des Europarekordes in seiner Altersklasse – am ehesten gefährden konnte. Im Rennen ging dann der Österreicher die ersten 50 m eine knappe halbe Sekunde schneller an als Dieter. Auf der zweiten Bahn versuchte Dieter alles um den Vorsprung zu verringern, aber er war nur gleich schnell und musste sich mit genau einer halben Sekunde Rückstand geschlagen geben. Sein Gegner musste allerdings auch einen neuen Europarekord mit 1:25,29 schwimmen um Gold zu gewinnen. Dieters Zeit von 1:25,79 liegt nur 11 Hundertstel über seinem alten Europarekord. Mit zwei Medaillen im Gepäck tritt er dann am Mittwoch die Heimreise an.

 

Nachdem die Masters WM am Sonntag zu Ende gegangen ist bleiben noch zwei Ergebnisse, die nachzutragen sind. Nach dem Freiwasserschwimmen im Plattensee ging es für Michael Kleiber in Budapest noch zweimal an den Start. Zunächst standen die 800 m Freistil auf dem Programm. In seiner Altersklasse der AK 50 gab es mehr als 60 Teilnehmer, unter denen er mit 9:24,71 einen guten vierten Platz belegte. Am letzten Tag der Meisterschaft startete Michael dann noch über die 400 m Freistil. Auch hier belegte er in 4:36,51 den vierten Platz, auf den er bei dieser WM wohl abonniert war.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. August 2017 um 14:48 Uhr  

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