SSK - Schwimmklub Sparta Konstanz

Schwimmklub Sparta Konstanz e.V.

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Home Neuigkeiten Allgemein 29.01.2015 Integration im Schwimmbad

29.01.2015 Integration im Schwimmbad

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Konstanz - Das Helfernetzwerk Save me und der Schwimmklub Sparta kooperieren bei einem Schwimmkurs für Flüchtlingskinder. Die Kinder sollen die Konstanzer kennenlernen und Deutsch lernen. Das Training beginnt mit der Fahrt mit dem Bus zum Schwaketenbad. Auf dem Weg dorthin lernen die Kinder und Jugendlichen Disziplin und nutzen die Gelegenheit, auf Deutsch zu berichten, was sie in dieser Woche erlebt haben. Der Schwimmverein Sparta Konstanz und die Save-me-Kampagne, das Netzwerk der Helfer, die Flüchtlingen die Hand reichen, setzen sich dafür ein, dass Flüchtlingskinder schwimmen lernen und Anschluss zu Konstanzern bekommen.

Den Kontakt zu den Flüchtlingen stellt der 65-jährige Unternehmensberater Friedhelm Großmann von Save me her. Er hat sich zum Ziel gesetzt, auch noch andere Vereine für die Integration über Sport zu gewinnen.


Dabei sei der erste Vorstoß mit einigen Hürden verbunden gewesen, berichtet Großmann. Er sagt, er habe eine kleine Odyssee hinter sich, um die Finanzierung zu sichern. Er hatte gerade schon aus eigener Tasche 500 Euro für Eintritte und Busfahrten vorgestreckt, um den Start zu ermöglichen, da hätten sich doch noch andere Lösungen ergeben. Dem Verein Sparta wurden aus einem Wettbewerb für das Projekt 1000 Euro zugesprochen und über den neuen Leiter des Sport- und Bäderamts, Frank Schädler, sei der Kontakt zu einem weiteren Sponsor zustande gekommen, berichtet Großmann. Inzwischen sind zwei Flüchtlingskinder ins höhere Training von Sparta aufgenommen. Eine Mutter, die selbst zwei Kinder im Klub hat, übernehme für sie die Mitgliedsbeiträge in der Höhe von 90 Euro im Jahr, sagt der stellvertretende Sparta-Vorsitzende Johannes Briechle.


Wie hilfsbereit Sportvereine sein können, erlebte Großmann kurz vor Weihnachten, als er für Ersatz für die während der Ferien ausfallenden Freizeitangebote suchte und sich extrem kurzfristig für eine Sportwoche nach den Feiertagen einsetzte. Eine ganze Reihe von Klubs hätten sich eine Woche lang mit Schnupperstunden und Probetrainings an den Tagen beteiligt. „In den meisten Fällen renne ich offene Türen ein", sagt Großmann über seine Anfragen bei den Vereinen. Die meisten verstünden, dass es nicht ausreiche, Flüchtlingen zu sagen, dass es Vereine gibt, und dass sie sich diesen anschließen könnten. „Die Hemmschwelle ist zu hoch. Man muss die Wege bereiten." Ganz neu ist das Thema für Konstanzer Vereine nicht. Einige beteiligen sich seit Jahren schon an der integrativen Sportwoche und knüpfen so interkulturelle Kontakte.


Großmann von Save me vermittelt zwischen den Verbänden und möglichen Interessierten aus dem Kreis der Flüchtlinge. Er verstehe sich als Türöffner und Förderer der Idee, Flüchtlingskinder über Vereine schnell in Konstanz zu integrieren. Von dieser sind offenbar auch andere überzeugt: Großmann berichtet, ein Vater, der in der Nachbarschaft des Flüchtlingsheims Atrium wohnt, und selbst zwei Kinder hat, nehme immer noch vier Flüchtlingskinder ins Fußballtraining mit, auch wenn er deswegen zwei Mal fahren müsse.


Marlene Gärtner, Trainerin bei Sparta, freut sich, den Kindern, das Schwimmen beibringen zu können. „Die sind mit viel Enthusiasmus dabei." Hilfreich zur Seite stehe ihr eine 14-Jährige aus dem Libanon, die ins Arabische übersetzen kann. Das Mädchen unterstütze sie mit großem Eifer. Die junge Frau ist offenbar wie gemacht für die Jugendarbeit im Verein. Und was sagen die Kinder und Jugendlichen selbst? Sie freuen sich so auf die Schwimmstunde, dass sie sich nicht mit Reden aufhalten wollen. Sie posieren fürs Foto, dann stürzen sie sich mit Hurra ins Wasser.

Der Klub
Der Schwimmklub Sparta Konstanz hat rund 650 Mitglieder, circa 70 Prozent davon sind unter 26 Jahre alt. Im Klub haben viele Konstanzer das Schwimmen gelernt. Er bietet Training für Schwimmanfänger bis zum Leistungsschwimmen. Der Verein reagiert auf die Tatsache, dass viele Flüchtlingskinder nicht schwimmen können, jetzt aber in einer Stadt mit öffentlichem Seezugang wohnen. In Zusammenarbeit mit dem Helfernetzwerk Save me ermöglicht er Flüchtlingskindern ab elf Jahren eine kostenfreie Schwimmausbildung. (rin)  (Quelle Bild und Text Südkurier)

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 13:41 Uhr  

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